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Die ersten Modelle, mit denen ich mich beschäftigt habe, waren bayrische. Bei dem ersten komplett selbstgebauten H0-Modell handelte es sich um eine Pt 3/6 in Reichsbahnausführung Ende der 70er. Außer
den Rädern, Puffern, Laternen und Kreuzköpfen wurde keine Kaufteile verwendet. Es folgte eine BR 96 von M+F, sie wurde komplett zerlegt und neu aufgebaut. Messing sollte der dominierende Werkstoff für die nächste
Jahrzehnte bleiben. Firmen wie Bavaria, M+F, Fuchs und Micro lieferten dabei die Grundlage für viele Umbauprojekte.
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Spurweite H0 (in alphanumerischer Reihenfolge)
- BBII (Fulgurex, Umbau auf LB)
- Bay. BXI (Basis Fuchs, Umbau auf Zwilling)
- Bay. D V (Basis Fuchs)
- Bay. D VII (Basis Fuchs)
- Bay. D VIII (Basis Fuchs)
- Bay. D VIII (Basis Micro)
- Bay. D IX (Basis Fuchs)
- Bay. E I (Basis Micro/Fuchs)
- Bay. Gt 2x4/4 (Basis M+F)
- Bay. Pt 3/6 (scratch built)
- Dampfbagger (Bavaria)
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BR 96 von M+F - bay. Gt 2x4/4
Eine von einem pensionierten Lokführer zusammengebaute BR 96 von M+F war mein erstes Kleinserien Modell. Der Händler wollte 600,- DM, nach zähen Verhandlungen konnte ich das Teil für 500,- DM
erwerben. Nach Entfernen der Pinsellackierung im Acetonbad stellte ich fest, dass die meisten Teile nur geklebt waren und sich nahezu alle Verbindungen sich lösten. Der Frust war immens.
Die Lok wurde
daraufhin komplett zerlegt und unter Verwendung von Zurüstteilen wieder zusammengebaut. Alle Teile wurden - solche aus Weißmetall ausgeschlossen - verlötet.
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Später wurde das Modell erneut umgebaut. Ziel war die 5773 anlässlich einer Ausstellung in blauer Farbgebung. Der Antrieb erfolgte nun mit einem Faulhaber-Motor im Langkessel. Das Modell
verfügt über eine komplette Führerhauseinrichtung mit Stehkessel und Kohlebunker, die Türen können geöffnet werden.
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BR 77 - bay. Pt 3/6
Mein allererstes komplett selbstgebautes Modell entstand mit bescheidenen Mittel am Schreibtisch in meinem WG-Zimmer. Als Vorlage dienten Aufnahmen im Buch von Zintl sowie eine
vereinfachte Zeichnung. Laubsäge, Feilen, Lötkolben und eine kleine Bohrmaschine waren die Hilfsmittel die zur Verfügung standen. Nietnachbildungen entstanden mit Eding-Filzstift und Ätzen in
Eisen-III-Chlorid. Kaufteile waren in der damaligen Zeit rar, M+F und Günther hatten einige Bauteile im Lieferprogramm. Das Modell hatte keinen Antrieb. Einziges Überbleibsel sind zwei Aufnahmen von
geringer Qualität.
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BR 98 von Fulgurex - bay. BBII (2046)
Leider war es damals nicht möglich, ein Modell der BBII in Länderbahnausführung zu bekommen. Nachdem mir ein Modell in Reichsbahnausführung angeboten worden war, fasste ich den
Entschluss, dieses zu erwerben und in die ursprüngliche Variante umzubauen. Der Antrieb wurde geändert und der neue Faulhabermotor in den Langkessel verlegt. Damit war das Führerhaus frei und
konnte komplett eingerichtet werden.
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Dampfbagger von Bavaria (2.06)
Aus früher Bavaria - Produktion wurde ein Dampfbagger angeboten. Der Aufbau - komplett aus Gussteilen - stammte meines Wissens aus einem früheren Modell, das Fahrwerk wurde neu
in Ätztechnik gefertigt. Leider konnte die Ausführung des Baggeraufbaus nicht befriedigen. Die Gussteile waren doch recht grob, so dass diese bis auf den Ausleger und die Baggerschaufel
ersetzt wurden. Das Maschinenhaus wurde verfeinert, teilweise aus Blechteilen und Profilen neu gefertigt, ebenso der Wasserkasten. Die Dampfmaschine mit Kessel und Triebwerk wurden neu
aufgebaut, das Getriebe entstand mit Zahnrädern von Taschenuhren. Die Seile wurden aus dünnem Kupferdraht nachgebildet. Das Fahrwerk wurde unverändert übernommen. Als Beiwagen wurde ein
bayrischer Niederbordwagen von Trix verwendet. Dessen Zurüstung beschränkte sich auf Räder von Weinert, Federpuffern und Doppelhakenkuplungen.
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Bavaria - Dampfbagger mit Begleitwagen von Trix (33439)
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Dampfbagger, solo
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Triebwerkdetail des Dampfbaggers
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Bay EI von Micro (92401H)
Nach der DVIII und der AAI wurde die EI von Micro aus Ajin-Produktion angeboten. Die Federpakete waren viel zu klein, der Dampfdom an der falschen Stelle und die
Führerhauseinrichtung für eine hinten offene Schlepptenderlok bescheiden. Der Antrieb der Maschine war im Langkessel untergebracht und war teilweise von Aussen sichtbar bzw. wurde
durch ein Blech kaschiert. So wurde kurzum ein Umbau beschlossen, nachdem im Eisenbahn-Journal Vorbild und Modell behandelt worden waren. Unter Verwendung eines vierachsigen
Tenders von Fuchs sollte die EI 2062 nachgebildet werden. Da der Tender von Fuchs (bay. BXI) bereits über einen Antrieb verfügte, konnte der Antrieb samt Kaschierung entfallen und
der Langkessel vorbildlich abgeändert werden. Beim Umbau konnte der Dampfdom in die richtige Position verrückt werden und der Stehkessel weiter detailliert werden. Die Federpakete
auf dem Umlauf wurden durch solche von Gerard ersetzt. Der überzählige dreiachsige Tender wurde übrigens für eine BIX in Zwillingsausführung verwendet, die aus der
Verbundversion umbebaut wurde.
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Das Ausgangsmodell im Originalzustand (Aufnahme Frits Osterthun)
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Bay. DVIII von Fuchs (000200)
Die erste Neukonstruktion aus dem Hause Fuchs war die DVIII mit dem Luftbehälter in Form eines Doms auf dem Kessel. Glücklicherweise war es möglich,
einen Teilesatz zu erwerben, aus dem dann das hier besprochene Modell entstanden ist. Langkessel und Dome waren aus Weißmetall und wurden neu aus Messing
angefertigt. Durch den nun hohlen Kessel konnte der Antrieb auf der Basis eines Faulhabermotors 1319 dorthin verlegt werden. Die höhere Leerlaufdrehzahl des
Faulhaber 1319 in Vergleich zum 1331 wurde durch Austausch der Schnecke und der Schnecken-/Zahnräde kompensiert, statt Modul 0,4 jetzt Modul 0,3. Nun war das
Führerhaus frei von Antriebsteilen und konnte entsprechend den vorliegenden Originalzeichnungen bestückt werden. Griffstangen und deren Halter wurden gegen
filigranere getauscht. Die abschließende Spritzlackierung erfolgte mit “Bayrisch Grün” von Fuchs, eine ehemalige Farbe von M+F auf Spiritusbasis.
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Bay. DVIII von Micro (89001H)
Die bay. DVIII war das erste Lokmodell von Micro. Die erste Ausführung wurde mit einem Mashima-Motor ausgeliefert und hatte bescheidene
Fahreigenschaften. Motor- und Getriebeachse waren mit einem Schlauchstück gekuppelt was der Hauptgrund für die unrunden Laufeigenschaften war. Ein Umbau
mit einer Änderung des Antriebs wurde beschlossen. Die Einzelteile waren mit einem Lot mit vergleichsweise hohem Schmelzpunkt verlötet, das zudem recht
spröde war, so dass sich das Zerlegen des Modells recht aufwendig gestaltete. Der Mashimamotor wurde ersetzt, ebenso die Kupplung zum Getriebe. Die
Inneneinrichtung im Führerhaus wurde komplettiert und die Führerhaustüren wurden beweglich eingesetzt. Griffstangen und deren Halter wurden gegen
filigranere getauscht. Die abschließende Spritzlachierung erfolgte mit “Bayrisch Grün” von Fuchs.
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Originalzustand (Aufnahme Frits Osterthun)
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DVIII im Auslieferungszustand (Aufnahme Frits Osterthun)
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Bay. DVII 903 von Fuchs (000400)
Die Planung für diese Maschine erfolgte noch bei M+F, im Eisenbahn-Journal war einmal ein Handmuster dieser Maschine abgebildet. Realisiert
als Fertigmodell und als Gehäusebausatz mit komplett montiertem und lackiertem Fahrwerk erfolgte aber erst bei der Fa. Modellbau Fuchs. Die Möglichkeit,
einen Gehäusebausatz zu beziehen, hatte Vorteile, man sparte sich Kosten und hatte die Möglichkeit, Kessel und Führerhaus nach eigenen Vorstellungen zu
realisieren. So wurde bei diesem Modell die seitlichen Führerhaustüren und die hintere Übergangstüre beweglich gestaltet. Das Führerhaus bot ausreichend
Gelegenheit, sich in Details auszutoben. Nach Tausch des ursprünglich vorhandenen Motors konnte die Stehkesselrückwand nachgebildet werden.
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